Vorsorgeuntersuchungen

Unter Vorsorge (auch Prävention genannt) werden alle Maßnahmen verstanden, die zur Früherkennung oder gezielt auch zur Vermeidung von Krankheiten durchgeführt werden. Dabei bestehen noch keine Krankheitssymptome (= Krankheitszeichen), weshalb es sich zu diesem Zeitpunkt auch um keine Krankheit mit Leistungspflicht der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse handelt.

Geiz ist geil - auch bei der Gesundheit! Inzwischen ohne Praxigebühr bekommen Sie bei mir die komplette kassenärztliche Grundversorgung des Hausarztes. Und völlig kostenfrei wird der Impfstatus überprüft und werden gesetzliche Impfungen durchgeführt. Und ebenfalls völlig kostenfrei werden jährlich Krebsvorsorgeuntersuchungen und alle 2 Jahre Gesundheits-Checks durchgeführt.

Hier erhalten Sie eine Übersicht aller in meiner Hausarztpraxis angebotenen Vorsorgeleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Neben den reißerischen Angeboten der "Geiz-ist-geil"-Märkte finden Sie dort aber auch Qualität, und die hat ihren Preis - auch in diesen Märkten.

Ohne die vielen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen könnten Krankheiten "ganz schön ins Geld" gehen. Doch nicht alle Leistungen rund um ihre Gesundheit sind Bestandteil des Leistungskataloges ihrer Versicherung.

Insbesondere die folgenden Vorsorgeuntersuchungen sind nicht Bestandteil des gesetzlichen Versicherungskataloges:

Vorsorgeuntersuchungen haben immer etwas mit unserer Lebenserwartung zu tun. Wie wird es mir ergehen, wenn ich älter geworden bin? Werde ich noch körperlich und geistig fit sein? Was kann ich mir noch zumuten, auf was muss ich verzichten?

 
Jugend ist kein Lebensabschnitt, Jugend ist ein Geisteszustand (Albert Schweitzer).

Um es auf den Punkt zu bringen: gegen das Altern ist noch kein Kraut gewachsen. Deswegen verwenden wir besser den Begriff "good aging", zu deutsch "gesund altern". Doch wie? Dazu ist es wichtig, die Vorsorgeuntersuchungen auszuwerten und auch die Konsequenzen zu ziehen. Keiner von uns kann in die Zukunft schauen, und Testergebnisse werten immer nur die bereits bestehenden, durch das bisherige Leben gewonnenen Merkmale aus. Aber je mehr Mosaiksteinchen aus Testergebnissen zusammengetragen werden, desto eher kann man unter Berücksichtigung der bekannten medizinischen Zusammenhänge abschätzen, wie sich Ihr Körper beziehungsweise Ihr Stoffwechsel entwickeln werden.

Alle Vorsorgeuntersuchungen führen dann letztlich zu einem Ergebnis. Schön, wenn alles "im grünen Bereich" liegt. Was aber können Sie tun, wenn ein auffälliges Ergebnis vorliegt?

Zunächst einmal sollten Sie nicht verzagen, denn es ist gut, frühzeitig Tendenzen erkannt zu haben, wie sich Ihre Gesundheit entwickeln kann. Jetzt ist der Zeitpunkt, über die eigene Lebensgestaltung einmal nachzudenken und sich zu überlegen, ob und was es zu ändern gilt. Denn viele Faktoren, die auf unsere Gesundheit einwirken, sind bestimmt von unserem Lebensstil. Nun hört es sich gleich dramatisch an, den Lebenstil zu ändern. Aber es bedeutet eigentlich nur folgendes: 

  • gut essen
  • viel trinken
  • nicht rauchen
  • mehr bewegen

Was sich im Einzelnen dahinter verbirgt und wie Sie es schaffen können, diese Punkte in Ihrem persönlichen Tagesrhythmus zu gestalten, dazu empfehle ich Ihnen zuerst die Teilnahme am Kurs "LEIB-WÄCHTER" der RüBe. Denn es sind oftmals Kleinigkeiten, die zwischen Wohlergehen und Krankheitsentwicklung entscheiden.

Essen und Trinken hält Leib und Seele beieinander. Oftmals geht dabei aber der Leib aus dem Leim, und allzu häufig sind heute Messer und Gabel schuld, dass wir zu früh den Löffel abgeben müssen. Leider können auch viele Diäten ungesund sein, wie man z.B. an Politikern erlebt. Gut essen und viel trinken bedeutet nicht fressen und saufen was es gibt, sondern bedeutet eine bewußte Nahrungsauswahl hin zu mehr Obst und Gemüse, weniger Energie (insbesondere durch Fett), und viel kalorienfreie Flüssigkeit wie Wasser oder Tee. Die Grundlagen unserer Ernährung bilden heute die 10 Regeln der DGE, die modifizierte Ernährungspyramide, und das "five a day" - Programm der WHO.

Wenn Sie noch rauchen, sollten Sie damit mittelfristig aufhören. Kurse und andere Hilfen finden Sie hier. Gerade bei gleichzeitig bestehendem Übergewicht sollten Sie bedenken, dass Nikotin in Ihrem Körper den Appetit drosselt und den Stoffwechsel-Grundumsatz erhöht. Das bedeutet, dass Sie bei einem Nikotinverzicht zusätzlich mit mehr Hunger / Appetit und gleichzeitig einer schlechteren Energieverwertung zu kämpfen haben. Wenn Sie sich dies bewußt machen, steht einer entsprechenden Vorbeugung nichts im Weg, so dass Sie trotz Nikotinverzicht auch Gewicht reduzieren können. Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten zur Nikotinentwöhnung wissen möchten, können wir Sie dazu in der Praxis beraten.

Mehr Bewegung im Alltag ist das A und O. Unser Tagewerk ist allzuoft mit einer sitzenden Tätigkeit verbunden, sei es im Auto oder Büro. Und auch Arbeit in Haushalt oder Fabrik ist längst nicht mehr die Arbeit, die es noch vor 50 bis 80 Jahren war: viel zu viele Maschinen nehmen uns die anstrengende körperliche Arbeit ab. Um dies zu kompensieren, müssen wir bewußt handeln: die Treppe nehmen statt des Aufzugs, zu Fuß gehen statt Bus oder Auto, einem Lauftreff oder Sportverein anschließen statt die Sportschau zu sehen.