therapeutische Möglichkeiten

Bei Ergotherapien handelt es sich um verschiedene Behandlungsverfahren, um eingeschränkte körperliche Fähigkeiten wiederherzustellen bzw. zu fördern. Sie sollen dem Menschen eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft und das Arbeitsleben ermöglichen und ihn befähigen, selbständig und unabhängig zu leben. Ergotherapie wird v.a. bei neurologischen Erkrankungen (wie Schlaganfall, Hirnverletzungen, MS, Parkinson, Demenz) eingesetzt. Sie umfasst:

  • Verbesserung und Erhaltung von individuell bestimmter Lebensqualität (Selbständigkeit im Alltag)
  • Erweiterung und Erhaltung des Bewegungsausmaßes aller Gelenke
  • Verbesserung der Handlungs- und Bewegungsplanung und der Durchführung
  • Förderung der Wahrnehmung in allen Sinnesbereichen
  • Wasch- und Anziehtraining
  • Eß- und Haushaltstraining
  • Funktionelle Behandlung

Durch die Logopädie werden nicht nur Sprechstörungen behandelt, sondern auch Störungen des Sprachverständnisses, Schwierigkeiten in der Schrift, und nicht zuletzt auch Schluckstörungen.

Bei der Hilfsmittelversorgung im Bereich der Geriatrie werden (wie in der Rehabilitation) Gegenstände rezeptiert, die im persönlichen Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine bestehende Behinderung auszugleichen, soweit jene nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind (SGB 5, § 33). Welche Produkte als Hilfsmittel zugelassen sind, steht im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Wenn Sie akut erkrankt sind, wollen und dürfen Sie gepflegt werden. Dabei werden Ihnen Hilfen zuteil, die Sie so normalerweise nicht benötigten: beim Waschen und Anziehen, beim Essen, auf der Toilette. Dies ist gut so, Sie dürfen sich schonen und erholen; die Pflegenden helfen Ihnen gerne. Sobald die akute Erkrankung überwunden ist, sind Sie wieder selbständig und können sich in allen Bereichen des täglichen Lebens alleine versorgen.

Aktivierende Pflege

Anders ist es bei einer chronischen Erkrankung oder Behinderung. Hier schadet das oben geschilderte Pflegeverständnis, denn es würde immer alles durch die Pflegenden übernommen werden, Sie selbst wären zur Untätigkeit verdammt. Hier greift das Konzept der aktivierenden Pflege: Hilfe zur Selbsthilfe ist das Zauberwort, nicht alles den Pflegenden überlassen, sondern konsequent das in den einzelnen Therapien (Physio-, Ergo-, Logo-) gelernte in den Alltag umsetzen. Insofern kann das bedeuten, dass eine Schwester "bloß dasteht" und Ihnen zuschaut, ob alles sicher alleine funktioniert. Glauben Sie mir: es fällt Pflegenden oftmals schwerer, daneben zu stehen und zuzusehen, als tatkräftig mit anzupacken, zumal es in der Regel dann auch schneller ginge. Schnelligkeit darf aber nicht das Ziel der Pflege sein, sondern Ihre Selbständigkeit. Nur da, wo es alleine nicht langt, darf und soll die Pflege helfen.

Wer nicht handelt, wird behandelt!

Im Zentrum der Physiotherapie steht das an Ihre Fähigkeiten angepasste Vermitteln eines physiologischen Bewegungsverhaltens. Dazu gehören auch Körperwahrnehmung und Muskelaktivität. Eingesetzt werden dazu physikalische Reize (Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrotherapie), Krankengymnastik, Bewegungsbad, Massage, medizinische Bäder, Lymphdrainage, Inhalationen, und vieles mehr.

Im Rahmen der Geriatrie heißt Ernährungsberatung oft, sich mit Mangelernährung und dem damit verbundenen körperlichen und geistigen Abbau auseinanderzusetzen.